Homöopathische Mittel werden in 3 Formen verabreicht:
Homöopathische Arzneien enthalten pflanzliche, tierische oder mineralische Rohstoffe.
Frische Pflanzen werden frisch ein paar Wochen lang in Weingeist eingelegt und immer wieder geschüttelt, bis sich die Wirkstoffe gelöst haben.
Mineralische Ausgangsstoffe werden zu einem feinen Pulver zermahlen und können ebenfalls in Weingeist eingelegt werden. So wird die Urtinktur hergestellt.
Aus festen Stoffen werden Verreibungen bereitet, die dann als Ursubstanz bezeichnet werden.
Die Urstoffe werden mit dem Kennzeichen 0 versehen.
Vermischung mit einem neutralen Verdünnungsmittel
Um die gewünschte Verdünnung der Urtinkturen/Ursubstanzen zu erreichen, werden diese mit den arzneilich nicht wirksamen Stoffen wie Ethanol oder Milchzucker durch Verschüttung oder Verreibung Schritt für Schritt vermischt. Diese Vorhergehensweise wird als Potenzierung bezeichnet. Dabei werden unterschiedliche Grade der Verdünnung hergestellt und entsprechend gekennzeichnet. (Eine Vermischung im Verhältnis von 1:10 ist eine D1; von 1:100 eine C1, etc.)
Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel erfolgt in Deutschland nach streng geregelten Kriterien, die im HAB, dem homöopathischen Arzneibuch, gesetzlich festgelegt sind.